Renate Dodell: Bayerische Wirtschaft profitiert von nachhaltiger Industrieproduktion - „Biologisierung der Industrie“
„Die Weiße Biotechnologie versetzt uns in die Lage, sehr effizient und umweltschonend zu neuen Produkten mit hohem Wertschöpfungspotenzial zu kommen. Und sie hat das Potenzial, fossile Grundstoffe wie Erdöl und Erdgas zu ergänzen oder vielleicht sogar zu ersetzen“. So äußerte sich Dr. Wilhelm Sittenthaler, Vorstandsmitglied der Wacker Chemie AG, bei einem Parlamentarischen Abend der BioM WB GmbH, Chemie-Cluster Bayern und Cluster Nachwachsende Rohstoffe Straubing mit der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag.
„Erdöl ist ein Stoff, der viel zu schade zum Verbrennen ist“, betonte Renate Dodell, stellvertretende CSU-Fraktionsvorsitzende. Nach ihrer Einschätzung kann die Weiße Biotechnologie „eine der volkswirtschaftlich tragenden Technologien dieses Jahrhunderts werden.“
Bei knapper werdenden Rohstoff- und Energiequellen benötigt die erdölbasierte Industrie Alternativen. Lösungen bietet die Verwertung nachwachsender Rohstoffe. Landwirtschaftliche Nutz- und Reststoffe wandelt die Chemische Industrie mit Verfahren der Industriellen Biotechnologie in innovative Produkte um. Davon profitieren die bayerische Industrie sowie die Landwirtschaft – und die Umwelt.
In den Impulsvorträgen der Veranstaltung, die unter dem Motto „Biologisierung der Industrie“ stand, erläuterten Dr. Günter von Au, Vorstandsvorsitzender Süd-Chemie AG, und Dr. Reiner Hengstmann, Puma Global Director Safe Supply Chain, ebenfalls die Relevanz der verstärkten Nutzung nachwachsender Rohstoffe und neuer Materialien, die mit Hilfe der Biotechnologie hergestellt werden.
Zuvor besichtigten die Landtagsabgeordneten den Münchner Forschungsstandort der Süd-Chemie AG. Hier demonstrierte ihnen der Leiter der strategischen Forschung und Entwicklung, Dr. Andre Koltermann, eindrücklich, wie nachhaltige biotechnologische Verfahren Agrarreststoffe in Kraftstoffe oder Basischemikalien umwandeln.
Hinweis für die Redaktionen:
Auf Wunsch können wir Ihnen auch ein Foto der Teilnehmer im Forschungslabor der Süd-Chemie AG zur Verfügung stellen.