Karl Freller: Demokraten müssen gemeinsam Rückgrat zeigen gegen Rechtsextremismus – nicht einschüchtern lassen
„Wir Demokraten müssen gemeinsam Rückgrat zeigen gegen Rechtsextremismus“, betonte Karl Freller, stellvertretender Vorsitzender der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, in der heutigen Plenardebatte im Bayerischen Landtag. „Wenn wir Demokraten zusammenhalten, haben die Neonazis keine Chance“, sagte Freller.
Seit gestern Abend wisse Freller vom Präsidenten des Bayerischen Landeskriminalamtes, dass auch sein Name auf einer der gefundenen Terror-Listen der Neonazis stehe. „Das bestärkt mich in meiner Motivation, Flagge gegen Rechtsextremismus zu zeigen“, betonte Freller, „denn wir dürfen uns von Terroristen nicht einschüchtern lassen“.
„’Nie wieder’ – diese Worte sind in der KZ-Gedenkstätte Dachau in Stein gemeißelt“, erklärte Freller, der auch Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten ist. Diese Worte sollten Mahnung und Auftrag sein: „Wir lassen uns vom braunen Gesindel nicht einschüchtern. Unterstützer und Initiatoren rechtsradikaler Hetzparolen, antisemitischer Gedanken und fremdenfeindlicher Gewalt haben keinen Platz in unserer demokratischen Gesellschaft!“, unterstrich Freller, der sich bereits im Frühjahr 2010 für ein NPD-Verbot ausgesprochen hatte.
Das klare Bekenntnis „Nie wieder“ sei wichtiger als tagespolitischer Streit. „Wir dürfen diese schrecklichen Morde nicht zum Gegenstand pauschaler Schuldzuweisungen oder gar kalkulierter Unterstellungen unter den Demokraten machen. Dies würde der Tragweite dieses Problems nicht gerecht und den Neonazis nur in die Hände spielen!“